

Die Tradition des Wiesenmarktes
in der Stadt Erbach im Odenwald reicht bis in das frühe 19. Jahrhundert zurück (s.u.).
Das Volksfest findet immer parallel mit der unmittelbar an das Fest angrenzenden Südhessen Messe statt. Die Produktpalette auf der Verbrauchermesse reicht von Spielzeug, Kleidung und Haushaltswaren über kulinarische Leckerbissen und Gewürze bis hin zu Gartenmöbeln, Rasenmähern und landwirtschaftlichen Großgeräten.
Das Volksfest „Wiesenmarkt” bietet den Besuchern ein großes Angebot an Schaustellern, Gastronomiebetrieben und Fahrgeschäften. Die Stände sind täglich bis 3 Uhr nachts geöffnet. Ein traditioneller Höhepunkt ist das rund 44 Meter hohe Riesenrad, von dem aus das gesamte Marktgelände überblickt werden kann. Weitere Höhepunkte sind die beiden Feuerwerke, die am ersten Sonntag und am Mittwoch abgebrannt werden.
Eine Besonderheit des Erbacher Wiesenmarktes ist die Verknüpfung des Volksfestes mit dem Reitsport. Traditionell findet immer am ersten Wiesentags-Sonntag sowie am Montag ein Reit- und Springturnier in Erbach statt. Am zweiten Sonntag werden auf der unmittelbar neben dem Festgelände liegenden Rennbahn Jagd-, Galopp- und Trabrennen veranstaltet.
Ebenfalls ein fester Bestandteil des Wiesenmarktes ist das Europäische Dorf auf der Fläche zwischen Riesenrad und Südhessen Messe. Hier präsentieren sich die Partnerstädte Erbachs: Ansiao (Portugal), Jicin (Tschechien), Königsee (Thüringen) und Pont-de-Beauvoisin (Frankreich). Neben dem Programm, das auf einer eigenen kleinen Bühne dargeboten wird, können die Besucher hier auch jeweils landestypische kulinarische Spezialitäten kosten. 
Die Geschichte des Erbacher Wiesenmarktes
Franz I. zu Erbach-Erbach
Die Tradition des Erbacher Wiesenmarktes geht zurück auf den Eulbacher Markt, der 1802 von Graf Franz I. zu Erbach-Erbach gegründet wurde. Dabei handelte es sich um einen regional sehr bedeutsamen Vieh-, Pferde- und Bauernmarkt, der ursprünglich auf der Gelände des heutigen Englischen Gartens in Erbach veranstaltet wurde. Nach dem Tod des Marktgründers Graf Franz I. im März 1823 wurde der Markt auf das heutige Festgelände bei Erbach verlegt.